Intraokularlinsen-Simulator
Endlich gibt es eine wirklich innovative Intraokularlinse (IOL) für die Kataraktoperation. Diese Linse eröffnet neue Möglichkeiten in der Korrektur der Alterssichtigkeit bei Patienten, die sich einer Kataraktoperation unterziehen. Die neue, nicht-diffraktive IOL ist mit einer Standard-Kataraktlinse vergleichbar, bietet aber dank ihrer kleinen Oberfläche, die eine Nahkorrektur von 1,5 Dioptrien ermöglicht, den Vorteil einer guten Zwischensicht (z. B. für Computer oder Smartphones). Bei guter Umgebungsbeleuchtung können die meisten Patienten auch in der Nähe gut sehen und sogar ohne Brille lesen. Endlich gibt es eine Linse, die perfekte, uneingeschränkte Fernsicht, sehr gute Zwischensicht und gute Nahsicht, insbesondere bei hellem Licht, bietet und sich durch ihre Vielseitigkeit auszeichnet. Für Patienten, die nach einer Kataraktoperation eine IOL tragen, waren die Optionen bisher auf monofokale IOLs, die die Alterssichtigkeit nicht korrigieren, oder multifokale IOLs beschränkt, die Sehstörungen wie Halos, Blendung und Lichtblitze verstärken können. Dies ist die erste nicht-diffraktive Intraokularlinse (IOL) mit Wellenfrontformungstechnologie. Sie ermöglicht einen kontinuierlichen und erweiterten Fokusbereich für Fern-, Zwischen- und Nahsicht: Dies wird durch die Streckung und Verschiebung der Wellenfront erreicht. Die neue Linse minimiert die Notwendigkeit einer Brille bei Tätigkeiten wie der Nutzung von Mobiltelefon oder Computer, dem Autofahren bei schlechten Sichtverhältnissen oder dem Schreiben.
Der Patient muss seine Blickrichtung nicht wie bei Gleitsichtbrillen an das zu betrachtende Objekt anpassen: Das Gehirn verarbeitet das Bild, wählt das benötigte aus und blendet die anderen aus.
Vereinfacht gesagt: Der Patient betrachtet das, was ihn interessiert, und sieht es gestochen scharf. Dies ist dank der Unterdrückungsfähigkeit des Gehirns möglich, also der Fähigkeit, unnötige oder ablenkende Bilder auszublenden, die das Sehen beeinträchtigen würden.
Die Intervention und die Genesung
Die Linsenimplantation ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem ein 2,2 mm kleiner Schnitt gesetzt wird, durch den die natürliche Linse abgesaugt und die künstliche Linse eingesetzt wird. Es sind keine Nähte erforderlich. Der Eingriff dauert etwa 15 Minuten und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Vor dem Eingriff werden lediglich Augentropfen verabreicht; ein Krankenhausaufenthalt ist nicht notwendig. Nach dem Eingriff erhält der Patient für etwa 15 Tage eine postoperative Therapie mit antibiotischen und entzündungshemmenden Augentropfen und beachtet einige wenige Vorsichtsmaßnahmen.
Das Sehvermögen kehrt in der Regel innerhalb weniger Tage zurück, und der Patient kann sein normales Berufs- und Sozialleben wieder aufnehmen. Es wird jeweils nur ein Auge behandelt, im Abstand von mindestens 15 bis 30 Tagen.